Leitbild der Heiligenwegschule

GEMEINSAM
VERSCHIEDEN
GLEICHWERTIG

Wir respektieren die Vielfalt des Lebens und Lernens,

basierend auf Wertschätzung und Kooperation.

GEMEINSAM
Bedeutet für uns:
- An einem Standort Schule in einem Miteinander gestalten und erleben
- eine intensive Kooperation von Grundschullehrkräften und Förderschullehrkräften gewährleisten
- eine gute Vernetzung mit außerschulischen Institutionen ermöglichen und gestalten
- Teilhabe und Verantwortungsübernahme von Schülerinnen und Schülern sowie Eltern zu ermöglichen
VERSCHIEDEN
bedeutet für uns:
- die Verschiedenartigkeit erkennen, akzeptieren und respektieren
- die unterschiedlichen Stärken wahrnehmen und nutzen
GLEICHWERTIG
bedeutet für uns:
- jeden Menschen in seiner Einzigartigkeit willkommen heißen
- jedem Menschen wertschätzend begegnen
Wir respektieren die Vielfalt des Lebens und des Lernens
basierend auf Wertschätzung und Kooperation.
Das zeigen wir unter anderem durch:
- einen Unterricht der so gestaltet ist,
- dass jedes Kind mit seinen Fähigkeiten und Möglichkeiten teilhaben kann und respektiert wird
- dass die individuelle Entwicklung des selbständigen Lernens ermöglicht und gefördert wird
- dass soziales Lernen durch kooperative Unterrichtsformen gefördert und gestützt wird
- Projekte und Feste, die wir miteinander vielfältig gestalten und erleben
- die Kooperation mit Förderschullehrkräften, Logopäden, Ergotherapeuten, sozialem Dienst u.a. zur Unterstützung einzelner Schülerinnen und Schüler
- eine Bereicherung des Angebots der Arbeitsgemeinschaften durch Vernetzung mit außerschulischen Institutionen
Eine Arbeitsgruppe hat im Frühjahr 2014 das vorhandene Leitbild überarbeitet und angepasst.
Die Gesamtkonferenz hat im Juli 2014 einen Vorschlag für das Leitbild gemacht, der anschließend vom Schulvorstand beschlossen wurde.
Das Leitbild soll spätestens 2018 durch Lehrkräfte und Schulvorstand evaluiert werden.
Schulprogramm der Heiligenwegschule
1. Rahmenbedingungen
1.1 Relevante Schuldaten
Die Heiligenwegschule (HWS) liegt zwischen der Belmer und der Mindener Straße im Stadtteil Schinkel. Seit 1975 besteht sie als reine Grundschule. 1997 wurde sie in eine Volle Halbtagsgrundschule umgewandelt. 2003 kam das offene Ganztagsangebot hinzu. Seit 2010 besteht sie als Verlässliche Grundschule mit offenem Ganztagsangebot.
Unterrichtszeiten:Montag – Donnerstag8.00 Uhr – 15.15 Uhr bzw. 16.00 Uhr
Freitag8.00 Uhr – 13.00 Uhr
Im Schulgebäude befindet sich der Hort „SchinkelKids“. Die SchülerInnen können dort von 13.00 Uhr – 17.00 Uhr betreut werden.
Zahlen und Fakten
Anzahl der SchülerInnen
247
Anzahl der Klassen
14
SchülerInnen mit Migrationshintergrund 90%
Anzahl der Nationalitäten
16
Anzahl der Lehrkräfte
20
Beratungslehrerin
1
Anzahl der Anwärterinnen
2
Anzahl der Päd. Mitarbeiter
3
Lehrkräfte Türk. Muttersprache 2
Förderschullehrkräfte
2
Sozialpädagoge
1
VPAK - Koordinatorin für den Ganztag 1
VPAK - Päd. Mitarbeiter für den Ganztag 8
Hausmeister
1
Schulsachbearbeiterin
1
1.2 Besonderheiten
1.2.1 Das sozial-regionale Umfeld
Im Stadtteil Schinkel leben überdurchschnittlich viele Familien mit Migrationshintergrund. Viele Familien sind geprägt durch Faktoren wie unterschiedliche Geschwistererfahrungen, Leben in beengten Wohnverhältnissen, die Zunahme der Erwerbstätigkeit beider Elternteile einerseits oder Erfahrungen mit Langzeitarbeitslosigkeit andererseits, Trennungen der Eltern / von den Eltern. Darüber hinaus werden viele Kinder durch kulturelle Einflüsse oder auch durch große soziale Unterschiede geformt. Diese kulturellen Gegebenhei­ten greift die HWS in ihre Arbeit auf, damit mehr wechselseitige und produktive Beziehungen zwischen den Kindern und Eltern entstehen können.
Im Folgenden einige Beispiele:
- Hausbesuche fördern das Verständnis der Familiensituation und ermöglichen einen Einblick in die Kultur, sodass Hilfe und Unterstützung individuell angeboten werden kann. Darüber hinaus helfen die Besuche vielen Eltern, Berührungsängste mit der Schule abzubauen.
- Kleine Klassenfeste (z.B. Weihnachtsfeier, Klassenfrühstück), bei denen Eltern Spezialitäten aus ihrer Kultur mitbringen und gegenseitig Rezepte austauschen können (ein Rezeptbuch ist in Planung).
- Eltern werden aktiv in die Planung und Organisation von Schulfesten mit einbezogen.
- Kontinuierlicher Austausch über verschiedene kulturelle Feste, Traditionen und Religionen im Klassenverband.
- Geburtstagslieder werden mehrsprachig gesungen – jedes Kind der Klasse bringt die Version von „Zum Geburtstag viel Glück“ in seiner Muttersprache ein.
1.2.2 Schüler helfen Schülern
Die HWS setzt in vielen Bereichen Helferkinder ein, wodurch soziale Kompetenzen wie Toleranz, Wertschätzung und Verantwortung gefördert werden.
- Klassensprecher Jg. 3/4
- Schülerrat
- Experten in den Klassen (leistungsstärkere SchülerInnen unterstützen SchülerInnen mit Problemen)
- SchülerInnen der Jahrgänge 3/4 lesen in der Hausaufgabenbetreuung mit SchülerInnen der Jahrgänge 1/2
- Die SchülerInnen der Jahrgänge 1-3 sammeln täglich Müll und halten den Schulhof sauber
- Die SchülerInnen des 4. Jahrgangs organisieren die Spielzeugausleihe und die Türaufsichten während der Pausen
- Momentan sind von den Studenten der Sozialen Arbeit folgende Projekte angedacht:
a) SchülerInnen werden zu „Vorlesern“ für die KiTa ausgebildet
b) SchülerInnen werden ausgebildet, um in den Pausen Spiele anzubieten
3. Arbeitsprogramm und Schwerpunkte
3.1 Unterricht und Unterrichtsentwicklung
Die Lehrerinnen und Lehrer der HWS setzen die in den Arbeitsplänen festgelegten Inhalte in ihrem Unterricht angepasst an ihre Lerngruppe um. Die Arbeitspläne werden in den Fachkonferenzen regelmäßig überarbeitet und weiterentwickelt.
Die Förderung aller SchülerInnen entsprechend ihrer individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten ist Unterrichtsprinzip der HWS. Größenteils wird die individuelle Förderung im Unterricht durch differenziertes Arbeiten im Klassenverband erreicht. Ergänzend zu den eingeführten Lehrwerken werden den SchülerInnen beispielsweise zahlreiche Förder- und Fordermaterialien bereitgestellt, mit denen sie selbstständig arbeiten können. Dieses trägt nicht nur zur individuellen Förderung der SchülerInnen bei, sondern unterstützt zugleich das eigenverantwortliche und selbst gesteuerte Lernen. Insbesondere in Jahrgang 1 und 2 ist zudem durch etliche Doppelbesetzungen die Möglichkeit gegeben, die SchülerInnen optimal zu fördern und zu fordern.
Die Förderung der sozialen Kompetenzen wird im Unterricht durch den Einsatz kooperativer Lernformen und „Helferkindsysteme“ in allen Jahrgangsstufen umgesetzt. Hinzu kommt ein jahrgangsübergreifendes Lernen. „Lesehelfer“ aus dem 3. und 4. Jahrgang lesen beispielsweise im Rahmen der Hausaufgabenbetreuung mit SchülerInnen aus den ersten beiden Jahrgängen. Auch im Nachmittagsbereich wird in den Arbeitsgemeinschaften das jahrgangsübergreifende Lernen unterstützt.
Neben den Angeboten von offener bzw. freier Arbeit im Unterricht fördern auch die Arbeitsgemeinschaften und die Projekte (s. u.) das selbstständige und eigenverantwortliche Arbeiten der SchülerInnen.
Für türkische Kinder wird herkunftssprachlicher Unterricht in türkischer Sprache angeboten. Dieser Unterricht findet zeitgleich mit dem Religionsunterricht der anderen SchülerInnen statt.
Im Rahmen des Nachmittagsunterrichts wird zusätzlich herkunftssprachlicher Unterricht in Russisch angeboten.
3.2 RIK und Inklusion
Die HWS ist dem sogenannten Regionalen Integrationskonzept (RIK) der Stadt Osnabrück angeschlossen, um eine wohnortnahe Beschulung aller SchülerInnen entsprechend ihrer individuellen Lernvoraussetzungen und Bedürfnisse zu gewährleisten. Das bedeutet, dass zwei Förderschullehrkräfte in der HWS kooperativ mit den Grundschullehrerinnen und –lehrern zusammenarbeiten. Gegenwärtig sind dies die Förderschullehrkräfte Frau Siemer und Frau Schumacher. Bei Kindern mit Lernschwierigkeiten erstellen die Förderschullehrkräfte frühzeitig eine umfassende Diagnose, so dass das Kind individuell gefördert werden kann. Die RIK-Lehrkräfte führen Beratungsgespräche mit den Lehrern und Eltern durch und tragen dazu bei, dass bei Lern-, Sprach- und Verhaltensauffälligkeiten Wege gefunden werden, die dem Kind gerecht werden.
Für jedes Kind, das gefördert wird, wird ein Förderplan angelegt, der den Förderbedarf und die geplanten Maßnahmen beschreibt.
Kinder, die einen ausgewiesenen sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf haben, verbleiben im Rahmen der Inklusion in der Grundschule und werden entsprechend ihren Fähigkeiten und Bedürfnissen von der Klassenlehrkraft und einer Förderschullehrerin in ihrem Lernprozess unterstützt. Die inklusiv beschulten Kinder sollen in einem möglichst großen Umfang am Klassenunterricht teilnehmen. Hierzu kommt die Förderschullehrerin für einzelne Stunden in den Klassenunterricht und unterstützt das Kind. Je nach Bedarf und Möglichkeit erhalten die inklusiv beschulten SchülerInnen zudem eine intensive Einzelförderung bzw. eine Förderung in Kleingruppen entsprechend ihres Unterstützungsbedarfs.
3.3. Sprachförderung
Jeweils ein Jahr vor der Einschulung erhalten die Kinder, die unzureichende Deutschkenntnisse haben, in Zusammenarbeit mit den betreffenden Kindertagesstätten intensive Sprachförderung. Hier arbeiten die Sprachförderlehrkräfte neben der Kleingruppenförderung auch in den KITA-Gruppen fördernd mit, sodass die entsprechenden Kinder durchschnittlich mindestens 10 Stunden wöchentlich Sprachförderung erhalten.
Im Unterricht wird die Sprachförderung als stetes Unterrichtsprinzip fortgeführt. Zudem wird im ersten Schuljahr parallel zum Deutschunterricht das Sprachförderungsprogramm „Hexe Susi“ durchgeführt, ein Programm zur Förderung der phonologischen Bewusstheit.
Darüber hinaus erhalten viele SchülerInnen im Rahmen der Ganztagsbetreuung am Nachmittag Sprachförderung. Die Sprachförderung wird von pädagogischen Mitarbeitern des VPAK (Verein zur pädagogischen Arbeit mit Kindern aus Zuwandererfamilien) und nach einem vom VPAK erarbeitetem Konzept durchgeführt. Die Auswahl der Kinder für Sprachfördergruppen erfolgt nach Absprache mit den Lehrerinnen und Lehrern. Die SchülerInnen werden in leistungshomogene Gruppen bis max. 5 Kinder eingeteilt.
3.4 Beratung
Beratung von Schülern, Eltern und Lehrern ist zentraler Bestandteil der pädagogischen Arbeit in der Grundschule. Neben der Beratung durch den Klassenlehrer/die Klassenlehrerin stehen auch der Schulsozialarbeiter Malte Vossiek und die Beratungslehrerin Veronika Silbernagel für Beratungsgespräche zur Verfügung. Die Beratungslehrerin und der Schulsozialarbeiter bieten für die SchülerInnen, die Eltern und die Lehrkräfte wöchentlich Sprechstunden an, vereinbaren aber auch Gespräche nach Bedarf. In bestimmten schwierigen Fällen finden – nach Einwillung der betreffenden Personen – ein Informationsaustausch und gegenseitige Beratung zwischen Klassenlehrkraft, Förderschullehrerinnen, Schulsozialarbeiter und Beratungslehrerin statt, um so eine optimale Beratung und Unterstützung zu gewährleisten. Auch gemeinsame Beratungsgespräche werden vorbereitet und durchgeführt.
Des Weiteren stellen sie den Kontakt zwischen Eltern, außerschulischen Einrichtungen wie zum Beispiel dem sozialen Dienst Ost, Therapeutischen Einrichtungen, dem Kinderschutzbund und Beratungsstellen her und begleiten bei Bedarf die Familien.
3.5 Schulleben
3.5.1 Feste und Veranstaltungen im Schuljahr
Das Schulklima wird durch Feiern, Feste und Spieleaktivitäten gefördert und gepflegt.
Es gibt fest verankerte Programmpunkte im Schulleben:
· Einschulungsfeier
· Erntedankfest vor den Herbstferien
· Besuch des Weihnachtsmärchens im Theater
· Weihnachtsfeier mit allen Klassen zu Weihnachten
· Karnevalsfeier am Rosenmontag
· Frühlingsfest vor den Osterferien
· Sport- und Spielefest im Sommer
· Teilnahme am Stadtteilfest
· Schulfest /Tag der offenen Tür (alle zwei Jahre)
· Mindestens ein Klassenausflug pro Schuljahr
· Mehrtägige Klassenfahrten
· Projekttage der Klassen 1 mit der Kindertagesstätte
· Radfahrprüfung (4. Schuljahr)
· Jährlicher Kollegiumsausflug
· Jährliche SchiLF
3.5.2 Ganztagsbetreuung und Arbeitsgemeinschaften
Das Nachmittagsangebot im Rahmen der Ganztagsgrundschule ist fest verankert im Schulleben und wird von vielen SchülerInnen angenommen. Es nehmen ca. 80 % der SchülerInnen daran teil. Das Ganztagsangebot findet montags bis donnerstags in der Zeit von 13.00 bis 16.00 Uhr statt.
Der VPAK organisiert die Nachmittagsangebote und führt sie durch. Neben den Mitarbeitern des VPAK sind zusätzlich jeden Nachmittag Lehrerinnen und Lehrer der HWS anwesend und betreuen ebenfalls die Hausaufgaben bzw. bieten Arbeitsgemeinschaften (AGs) an.
Das Nachmittagsangebot strukturiert sich wie folgt:
13:00 – 13:45 Uhr Mittagessen für alle Jahrgänge
13:45 – 14:30 Uhr Jahrgang 1 und 2: Hausaufgabenhilfe
Jahrgang 3 und 4: Sprachförderung/AG-Angebote
14:30 – 15:15 Uhr Jahrgang 1 und 2: Sprachförderung/AG-Angebote
Jahrgang 3 und 4: Hausaufgabenhilfe
15:15 - 16:00 Uhr zusätzliche Betreuung für alle Jahrgänge
Bei der Erledigung der Hausaufgaben wird grundsätzlich das Prinzip der Klasseneinteilung eingehalten. Nach Möglichkeit wird die Hausaufgabenhilfe durch
dieselbe pädagogische Mitarbeiterin an allen Tagen geleistet.
Das AG-Angebot im Nachmittagsbereich ist sehr umfangreich und vielfältig und fördert neben sozialen und sprachlichen Kompetenzen, die Selbstständigkeit und die Interessenbildung der Kinder.
Angebotene Arbeitsgemeinschaften sind beispielweise: Fußball, Mädchenfußball, Basketball, Sportspiele, Anfangsschwimmen, Gesellschaftsspiele, Kartenspiele, Tanzen, Chor, Musical, Kunst, Zeichnen, Textil, Werken, Experimentieren, Märchen, Umgang mit dem PC oder Kochen. In der Regel entscheiden die Kinder zusammen mit ihren Eltern, an welchen Arbeitsgemeinschaften sie teilnehmen möchten. Diese werden für den Zeitraum eines Halbjahres verbindlich festgelegt.
3.5.3. Projekte
Ergänzend zum Unterricht nimmt die HWS an zahlreichen Projekten teil bzw. führt diese durch:
„Deutsch lernen im Zoo“
Die Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte unterstützt zum vierten Mal das Sprachförderprojekt "Deutsch lernen im Zoo". Dank einer Fördersumme von nun insgesamt 33.000 Euro können Grundschüler in den Zoo Osnabrück kommen, um mit den Tieren die deutsche Sprache zu lernen. Während des Zoounterrichts achten die Zoopädagogen auf einen möglichst hohen Redeanteil der Kinder. Außerdem greifen die Lehrer den Zoobesuch im Unterricht auf. In der Schule nutzen sie die Erlebnisse für die Sprachförderung. Das reicht von Bildcollagen über Lückentexte bis hin zu Referaten.
Ziel des Projekts ist durch Tiererlebnisse im Zoo Sprachförderung für Grundschulkinder mit und ohne Migrationshintergrund anzubieten. Die emotionalen Tiererlebnisse motivieren die Kinder, über das Erlebte zu sprechen und zu schreiben. Gleichzeitig erweitert sich ihr Wortschatz, denn häufig fällt es den Kindern schwer, Dinge konkret bzw. detailliert zu beschreiben. Darüber hinaus sollen die Besuche die Integration sowie das Verständnis für verschiedene Kulturen und sozialen Kompetenzen fördern.
Soziale Integration von Mädchen durch Fußball
Das Niedersächsische Innenministerium, der Niedersächsische Fußballverband und die Universität Osnabrück arbeiten gemeinsam an ausgewählten Grundschulen daran, Mädchen mit Migrationshintergrund für Bewegung zu begeistern und über den Sport zu integrieren. Durchgeführt werden Arbeitsgemeinschaften, Fußballturniere in und mit den Schulen und Schulsportassistentenausbildungen mit dem Schwerpunkt für weibliche Jugendliche. Ziel ist, dass den Mädchen der Übergang in den benachbarten Sportverein gelingt und sie dort am Übungs- und Spielbetrieb teilnehmen.
Mus-e-Projekt
Einmal wöchentlich werden die Kinder des 1. Jahrgangs von einer Musiklehrerin der Musik- und Kunstschule Osnabrückunterrichtet. In Jahrgang 2 wird ein Instrumentenkarussel durchgeführt. Anschließend können sich die Kinder zum Instrumentalunterricht anmelden.
N-21-Projekt
Die Schule entwickelt sich beim N-21-Projekt zur MEDIEN-PROFIL-SCHULE. In jeder Klasse bzw. in den angrenzenden Gruppenräumen befinden sich PCs. In der Schule gibt es 4 Medienecken mit je 4 PCs und einen PC-Raum mit 20 PCs. Alle PCs sind im INTRANET miteinander verbunden. Ein Server versorgt alle PCs mit Lernsoftware für alle Fächer. Alle PCs sind internetfähig. Alle SchülerInnen machen pro Schuljahrgang einen "PC-Führerschein".
Projekt „Faustlos“
Faustlos ist ein Programm, durch das Kinder frühzeitig lernen, Konflikte gewaltfrei zu lösen. Wichtig ist, dass möglichst viele Klassen einer Schule und Einrichtungen eines Landkreises mitmachen, dann ist eine breitere Wirkung auf das Leben der Kinder innerhalb und außerhalb des Schulhofs zu erwarten. Derzeit führt der Schulsozialarbeiter der HWS Malte Vossiek das Projekt in den ersten Klassen durch. In den anderen Jahrgängen wird „Faustlos“ im Rahmen des Sachunterrichts durchgeführt.
"Balu und DU"
"Balu und Du" ist ein ehrenamtliches Programm, das Kinder im Grundschulalter fördert. Die Kinder sollen - neben Familie und Schule - eine weitere Chance erhalten, sich ihren positiven Anlagen gemäß zu entwickeln und am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Die Mentoren ("Balus") des Programms stehen ihnen in einer Entwicklungsphase zur Seite, die nicht immer einfach ist. Aber sie ist für das weitere Leben prägend. Die Kinder ("Moglis") machen neue Erfahrungen und erhalten außerschulische Lernanregungen. Hausaufgabenhilfe steht nicht im Mittelpunkt des Programms, stattdessen soll Lernfreude geweckt werden. Das Programm wird wissenschaftlich begleitet.
"Klasse 2000"
Klasse2000 ist das bundesweit größte Programm zur Gesundheitsförderung, Sucht- und Gewaltvorbeugung in der Grundschule. Es begleitet Kinder von der ersten bis zur vierten Klasse, um ihre Gesundheits- und Lebenskompetenzen frühzeitig und kontinuierlich zu stärken. Dabei setzt es auf die Zusammenarbeit von Lehrkräften und externen Klasse2000-Gesundheitsförderern.
Projekt „Zahngesundheit“
In Zusammenarbeit mit dem Team Zahngesundheit des Gesundheitsdienstes der Stadt und des Landkreis Osnabrück wird das Projekt „Zahngesundheit“ durchgeführt. Die Prophylaxefachkräfte der Abteilung geben in der Schule Anleitungen zur Mundhygiene und eine Ernährungsberatung.
Lesepaten
Mit Unterstützung des Rotary Clubs kommen wöchentlich Lesepaten in der Schule, um mit einzelnen Kindern unterstützend zu lesen.
Musical- und Theaterprojekte
Im Schuljahr 2012/2013 nahmen die 3. Klassen an einem Musikalprojekt des Musiktheaters Lupe teil. Die Kinder der 3. Klasse übten eine Woche lang das Stück „Mats, die Piraten und ein Stück Seife“ ein und führten es am Ende der Woche vor Schülern, Eltern und Lehrern auf.
Im Schuljahr 2013/2014 wurde ein Zirkusprojekt für den 3. Jahrgang durchgeführt. Finanziell unterstützt wurde das Projekt von der Bohnenkamp-Stiftung.
Für Oktober 2014 ist ein Kunstprojekt für den 3. Jahrgang geplant.
3.6 Organisationsentwicklung
In der HWS umfasst eine Schulklasse ca. 16 Kinder. Nach Möglichkeit findet in den vier Grundschuljahren kein Klassenlehrerwechsel statt. Der/die Klassenlehrer/in unterrichtet mindestens 15 Stunden in der eigenen Klasse. Um den Schultag eine Konstanz zu geben, wird darauf geachtet, dass die Klassenlehrkraft nach Möglichkeit die ersten beiden Unterrichtsstunden in der eigenen Klasse ist.
Die Klassenlehrer/innen führen die Klassen in Kooperation mit dem jeweiligen Jahrgangsteam, sodass klassen- und auch jahrgangsübergreifend gearbeitet werden kann. Die Jahrgangsteams treffen sich wöchentlich, um Absprachen über Inhalte, Leistungsvergleiche, Organisation, gemeinsame Vorhaben, gegenseitige Unterstützungsmöglichkeiten usw. zu treffen.
Doppelbesetzungen werden vor allem zur Förderung in den ersten beiden Jahrgängen eingesetzt, da eine frühe Förderung die größte Aussicht auf Erfolg hat.
Neben den Absprachen mit den Doppelbesetzungen und der engen Zusammenarbeit in den Jahrgangsteams kommt es zu regelmäßigen Absprachen und Informationsaustausch der Klassenlehrer mit den Förderschullehrkräften und dem Schulsozialarbeiter und bei Bedarf mit der Beratungslehrerin.
Organisationspläne regeln den reibungslosen Betrieb des Schulalltags. Die Eltern und SchülerInnen erhalten zu Beginn eines jeden Schuljahres einen Jahres-Terminplan.
Mindestens viermal jährlich tagt die Gesamtkonferenz und einmal im Monat ist eine Dienstversammlung anberaumt. Die Fach- und Klassenkonferenzen werden bei Bedarf einberufen. Jeden Mittwoch findet eine Infopause statt, in der die wichtigsten aktuellen Angelegenheiten besprochen werden. Das Kollegium wird zudem über Aushänge im Lehrerzimmer über aktuelle Termine informiert. Personalrat und Schulleitung treffen sich zu regelmäßigen Besprechungsterminen.
Die Schülervertretungen sind Bindeglied zwischen den Klassen und dem Lehrerkollegium. Einmal monatlich wird durch den Schulsozialarbeiter der Schülerrat durchgeführt, bei dem die SchülerInnen ihre Wünsche und Vorschläge zur Weiterentwicklung der Schule nennen und diskutieren können. Die Klassenvertreter informieren in den Klassen über die Ergebnisse des Schülerrats, der Schulsozialarbeiter informiert im Rahmen von Dienstbesprechungen das Lehrerkollegium.
3.7 Schulinterne Regeln
Die Schul- und Hausordnung der HWS ist in einem „Schulvertrag“ festgehalten und wird durch diesen für die SchülerInnen und die Eltern transparent gemacht. Im Schulvertrag sind allgemeine Regeln für das Verhalten in der Schule sowie Regeln für das Verhalten im Unterricht, in der Pause und beim Mittagessen festgehalten. Er informiert die Eltern auch über ihre Pflichten. Gleichzeitig sind auch die Konsequenten bei Regelverstößen durch den Schulvertrag geregelt. Der Schulvertrag wird von der Klassenlehrkraft mit den SchülerInnen besprochen und zudem auf einem Elternabend den Eltern vorgestellt. Der Schulvertrag muss zudem von den Eltern mit ihren Kindern besprochen werden. Er muss jedes Schuljahr sowohl von den Schülern als auch von den Eltern unterschrieben werden.
3.8 Kooperationspartner
Eltern
Eltern müssen Partner im Erziehungsprozess sein. Ohne ihre Mitarbeit sind die differenzierten Aufgaben der Schule nur schwer zu erfüllen. Daher wird hier der Erziehungs- und Bildungsauftrag der Schule durch den ständigen Dialog mit den Eltern unterstützt. Ein- bis zweimal pro Schuljahr finden Elternabende und Elternsprechtage statt. Des Weiteren unterstützen Eltern die Lehrkräfte bei verschiedenen Projekten und gestalten Feste aktiv mit.
Stadtteil und Heinz-Fitschen-Haus
Die HWS hat sich zum Stadtteil hin geöffnet, sodass es eine intensive Zusammenarbeit mit den Freizeiteinrichtungen des benachbarten Stadtteiltreffs „Heinz-Fitschen-Haus“ gibt. Es findet immer mittwochs (8:00–9:00 Uhr) ein Elterncafe in der HWS statt, dass von Herrn Vossiek und Frau Kosbab (Sozialarbeiterin im Heinz-Fitschen-Haus) veranstaltet wird. Derzeit findet wieder ein Projekt mit dem Heinz-Fitschen-Haus in Kooperation mit Studenten des Studiengangs „Soziale Arbeit“ der Universität Osnabrück statt. Außerdem beteiligt sich die HWS an dem Stadtteilfest. Weiterhin wird mit den umliegenden Sportvereinen kooperiert.
Alle zwei Jahre findet das Projekt „Spielend Lernen“ im Heinz-Fitschen-Haus statt, an dem sich viele Kooperationspartner (Kitas aus dem Schinkel, Hort, Grundschulen aus dem Schinkel, VPAK, etc.) beteiligen.
Kindergärten und Kindertagesstätten
Die HWS kooperiert eng mit den umliegenden Kindergärten bzw. Kitas. Neben der Sprachförderung der Vorschulkinder, bei der Schule und Kitas zusammenarbeiten, finden während des Schuljahres 1-2 gemeinsame Projekte mit der KITA Schinkel statt.
Hort Schinkelkids
Der sozialpädagogische Hort Schinkelkids ist eine Einrichtung des VPAK und in den Räumlichkeiten der HWS untergebracht. Im Hort arbeiten vier hauptamtliche Mitarbeiter mit einer Qualifizierung zur Erzieherin oder Sozialpädagogin. Durch die pädagogische Arbeit im Hort soll die Bildungsarbeit der Familien ergänzend unterstützt werden und die schulbezogene Leistungsfähigkeit durch eine intensive Hausaufgabenhilfe, eine ergänzende, individuelle Förderung in allen Schulfächern sowie durch eine systematische Sprachförderung stabilisiert werden. Voraussetzung hierfür ist eine intensive Vernetzung zwischen den Lehrern der HWS und dem Hort, um so eine bestmögliche Begleitung zu ermöglichen. In Absprachen mit den Eltern findet mit den Klassen- bzw. Fachlehrern der Hortkinder ein ständiger Austausch statt und bei Bedarf werden gemeinsame Elterngespräche durchgeführt.
Eine Besonderheit des Hortes ist die sozialpädagogische Ausrichtung, die in kleinen Gruppenstärken umgesetzt wird. Die Aufnahmekapazität im Hort Schinkelkids liegt bei 30 Kindern, wovon 10 Plätze Kindern mit besonderem Förderbedarf vorbehalten sind. Die Klärung des Förderbedarfs erfolgt zusammen mit der Hortleitung Anika Langenkamp, den Erziehungsberechtigten, dem Klassenlehrer und dem Sozialen Dienst Ost der Stadt Osnabrück. Dieser wird in regelmäßigen Gesprächen überprüft und weitere Unterstützungsmöglichkeiten werden abgestimmt.
Das gemeinsame Projekt „Schulgarten“ wird am Vormittag von Vertretern des Lehrerkollegiums und am Nachmittag von Hortmitarbeitern durchgeführt. Die Projektarbeit stärkt das Gemeinschaftsgefühl und die Bereitschaft zu verantwortlichem Handeln.
VPAK
Der VPAK wurde 1981 von Lehrenden und Studierenden der Universität Osnabrück, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung, der Schulaufsicht sowie Lehrerinnen und Lehrern in Osnabrück gegründet. Ziel seiner Arbeit ist es, die Bildungschancen von Kindern aus Zuwandererfamilien durch außerschulische Förderung zu erhöhen. Der
VPAK führt mit seinen pädagogischen Fachkräften ein umfassendes Betreuungsangebot im Nachmittagsbereich aus. Der Schwerpunkt der Arbeit des VPAK in der HWS liegt dabei auf die Verbesserung der Sprachkompetenzen der SchülerInnen. Die Einsatzzeit der Mitarbeiter/innen des VPAK ist an vier Wochentagen (Mo – Do) von 13.00 bis 16.00 Uhr. In diesem Zeitraum begleiten sie die Kinder beim Mittagessen, bei der Anfertigung der Hausaufgaben sowie bei vielfältigen kreativen, sozialen, sportlichen, musischen und interkulturellen Angeboten in den Arbeitsgemeinschaften. Außerdem führen sie am Nachmittag die Sprachförderung in Kleingruppen durch. Koordinatorin für die Nachmittagsbetreuung des VPAK in der HWS ist Frau Anna Karfich.
Sozialer Dienst
Die Schule arbeitet eng dem Sozialen Dienst Ost, Heiligenweg 40, zusammen. Zwischen beiden Einrichtungen besteht ein Kooperationsvertrag bezüglich des Vorgehens bei Auftreten von Auffälligkeiten bei Schülern. Neben der Einzelfallarbeit gibt es auch gemeinsame Projekte, wie z. B. der „Arbeitskreis innerfamiliäre Gewalt“ oder das „Projekt Heiligenweg“.
Musik- und Kunstschule
Eine Musikschullehrerin der Musik- und Kunstschule führt einmal wöchentlich den Musikunterricht im ersten Schuljahrgang durch. Außerdem wird im Nachmittagsbereich Gitarren- und Geigenunterricht für insgesamt 6 Kinder von der Musik- und Kunstschule angeboten.
Arbeiten im Schulverbund
Die Grundschule Heiligenweg ist Mitglied des Arbeitsverbundes 5 in der Stadt Osnabrück. In diesem Verbund sind drei Grundschulen, eine Gesamtschule und ein Gymnasium zusammengeschlossen. ( Stüve-, Diesterweg-, Ursulaschule, Gesamtschule Schinkel)
3.8 Personalentwicklung (Personalplanung, Qualifizierung, Fortbildungsplanung)
Die Teilnahme am europäischen QIS (Quality in School)-Projekt hat die Schule in die Lage versetzt, einen ständigen Prozess der Qualitätsentwicklung auf der Basis einer europäischen Vergleichbarkeit zu erreichen.
Mindestens einmal jährlich findet eine schulinterne Lehrerfortbildung (SCHILF) statt. Darüber hinaus bieten die Lehrkräfte, die sich auf verschiedenen Gebieten (Sportförderung, Wahrnehmung, gesundes Essen + Sport, Projekte und Projektförderung, IT-Kenntnisse, Kooperationsprojekte) Qualifikationen angeeignet haben, in Interessengruppen weitere interne Fortbildungskurse an.
Derzeit nimmt die Förderschullehrerin Katja Siemer an Fortbildungen zu den Themen „Diagnostik und Förderung in den Bereichen basale mathematische Fähigkeiten“, „Diagnostik und Förderkonzepte im Bereich Schrifterwerb“ und „Sensomotorik und Bewegungsimpulse in der Lernförderung“ teil. Die Beratungslehrerin Veronika Silbernagel bildet sich zum Thema „Intervision/Stressmanagement“ weiter und die Schulleiterin Jutta Hilker besucht eine Fortbildung zum Thema „Inklusion“. Die Fachlehrer bilden sich regelmäßig in ihren Fachbereichen fort.
Ziele, die wir anstreben - Prozesse, die wir anstoßen möchten:
Für das Schuljahr 2014/2015:
Geplante Fortbildungen, die uns bei der Umsetzung unserer Arbeitsschwerpunkte helfen sollen:
Schulinterne Lehrerfortbildung (SCHILF): Traumatisierung bei Kindern (November 2014)
Kurzfristige Ziele (bis Ende des 1. Halbjahres 2014/2015):
Erstellung eines Konzepts für die Arbeit mit der ständig wechselnden Gruppe der Flüchtlingskinder
Fertigstellung des Arbeitsplans für das Fach Menschen und Werte
Mittelfristige Ziele/ Arbeitsschwerpunkte (innerhalb der nächsten 2-3 Schuljahre):
Intensivierung der Elternmitarbeit
Inklusionskonzept
Intensivierung der Teamarbeit mit regelmäßigen Teamzeiten (z.B.: Jahrgangsteams, Kollegiale Hospitationen, Projektgruppenteams, Fachteams etc.)
Strukturierung des Schulalltages: Austausch mit allen Beteiligten zum jetzigen
Ablauf und ggf. Entwicklung einer Ablaufänderung (z. B. Unterrichtsabläufe,
Klassenlehrerunterricht, Doppelstunden etc.)
Gebäudenutzung der Schule mit Ganztagsbetrieb: der Platz reicht weder für die Schule noch für den Ganztagsbetrieb aus. Ziel: Lösungsfindung mit allen Beteiligten, inklusive des Schulträgers
Längerfristiges Ziel/ Arbeitsschwerpunkt (innerhalb der nächsten 5-6 Schuljahre):
Imageverbesserung der Schule
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